Die 4 unterschiedliche Haartypen

1 Mar 2019

Es ist ein Anblick, den man aus Drogerien und Supermärkten kennt. Dezent überforderte Menschen, die vor dem Haarpflege-Regal stehen, ratlos immer wieder verschiedene Produkte in die Hand nehmen, die Beschreibung auf der Rückseite der Verpackung aufmerksam durchlesen und sie dann unsicher zurückstellen. Shampoo für feines Haar, Spülung für dickes Haar, Pflegekuren für welliges Haar – die Auswahl ist tatsächlich riesengroß. Doch welchen Haartyp hat man nun eigentlich wirklich?

 

 

Grundsätzliches zum Haar

Prinzipiell ist ein Haar ein dünner Faden aus zapfenförmig angeordneten Hornschuppen außen und einer Schicht Keratinfasern, die sich um einen Markkanal in der Mitte legen, innen. Haare bleiben etwa 4 bis 6 Jahre auf dem Kopf und wachsen durchschnittlich ca. 1 cm im Monat, dann fallen sie aus. Normalerweise verliert ein Mensch zwischen 60 bis 150 Haare jeden Tag. Doch das nicht nicht weiter schlimm, denn ein Mensch hat in der Regel zwischen 85.000 bis 150.000 Stück auf dem Kopf.

Die Dicke der Haare ist übrigens nicht gleichzusetzen mit der Anzahl. Beispielsweise neigen blonde Menschen zu sehr feinen Haaren, haben dafür aber meist viel mehr Haare, als Menschen mit dickerer Haarstruktur (häufig bei schwarzen oder roten Haaren der Fall). Und schließlich gibt es auch noch glattes, welliges, lockiges oder krauses Haar – unabhängig von der Dicke oder Haarfarbe.

 

Welche Haartypen gibt es?

Die Haarstrukturen sind sehr vielseitig und vor allem auch untereinander vermischt. So gibt es glattes und zugleich dickes - genauso wie dünnes, stark gelocktes Haar.

Ausgehend von dieser umfangreichen Kriterienauswahl gibt es aber eine Kategorisierung, die sich immer öfter durchsetzt. Begonnen hat damit Andre Walker, ein bekannter amerikanischer Hair Stylist. Er entwickelte ein Schema, welches zwischen 4 Haartypen unterscheidet. Dieses wurde im FIA-Haartypen-System noch weiterentwickelt und schließt so nahezu alle möglichen Kriterien ein.

 

Ihr Haartypen nach Andre Walker's Hair Typing System

Insgesamt gibt es 3 Faktoren, die berücksichtigt werden: Der Grad der Welligkeit, das generelle Aussehen und das Volumen. Im Folgenden gehen wir tiefer auf diese drei Schritte ein, damit Sie sich selbst testen können. Dabei gilt: Nutzen Sie vorher keine Pflegemittel, da diese die Haare verändern könnten und bürsten Sie sie auch nicht, sondern entwirren Sie Ihr Haar lediglich vorsichtig mit den Fingern.

 

1. Wie wellig sieht Ihr Haar aus?

Schauen Sie sich Ihre Haare genau an und prüfen Sie sie nach folgender Übersicht:

 

I. Glatte Haare

1a – Das Haar ist absolut glatt.

1b – Das Haar ist gerade mit ein wenig Bewegung. Keine wirklich sichtbare Welle, aber etwas mehr Volumen.

1c – Das Haar ist gerade mit etwas Bewegung und ein oder zwei deutlichen Wellen, zum Beispiel an der Schläfe oder im Nacken.

 

II. Wellige Haare

2a – Lockere, gestreckte Wellen verteilen sich über das Haar.

2b – Es gibt kürzere, deutliche Wellen, ähnlich wie bei nass geflochtenem Haar.

2c – Es zeichnen sich deutliche Wellen mit der ein oder anderen Locke im Haar ab.

 

III. Lockige Haare

3a – Das Haar hat große, spiralige Locken.

3b – Das Haar zeigt engere Spirallocken.

3c – Das Haar hat enge Korkenzieherlocken.

 

IV. Wirklich lockige Haare

4a – Ihr Haar besteht aus extrem engen Locken (S-Muster).

4b – Ihr Haar hat Locken, die scharfe Knicke aufweisen (Z-Muster).

 

 

 

2. Wie sieht ein einzelnes Haar aus?
F – Fein (0,01mm – 0,04mm)

Halten Sie ein einzelnes Haar gegen das Licht, wirkt es nahezu durchscheinend. Es ist auf kontrastreichem Untergrund kaum zu entdecken. Selbst wenn Sie es zwischen Daumen und Zeigefinger rollen, spüren Sie es kaum. Es fühlt sich an, wie ein sehr feiner Seidenfaden.

 

M – Mittel (0,05mm – 0,07mm)

Die einzelnen Haare sind etwas dicker als die feinen und auch ein wenig besser sichtbar. Machen Sie hier den Gefühlstest und rollen Sie es zwischen zwei Fingerspitzen hin und her. Dabei spüren Sie es definitiv mehr, aber es ist weder steif, noch rau. Es erinnert an einen dünnen Baumwollfaden.

 

C – Grob (0,08mm und mehr)

Diese Haare sind nahezu überall sofort und gut sichtbar. Sie fühlen sich beim Rollen zwischen den Fingerkuppen durchaus hart, fast schon drahtig an. Manchmal können Sie grobe Haare dabei sogar hören.

 

Wie groß ist das Gesamtvolumen?

Nun geht es um alle Haare auf dem Kopf. Dafür wird der Umfang ermittelt. Fassen Sie dafür einen Pferdeschwanz zusammen, der so viele Haare wie möglich einschließt. Die Position dieses Zopfes kann unter Umständen auch mitten auf dem Kopf sein – Hauptsache, es sind so viele Haare wie es geht enthalten. Falls der Pony nicht hineinreicht, kann das Ergebnis im Nachhinein noch etwas nach oben korrigiert werden. Nun messen Sie mit einem Maßband den Umfang des Zopfes.

 

i – dünn

Der Zopfumfang beträgt weniger als 5 cm.

ii – normal

Ihr Zopf ist zwischen 5 bis 10 cm dick.

iii – dick

Ihr Pferdeschwanz misst mehr als 10 cm.

 

Warum Ihr Haartyp wichtig ist

Sie haben den Selbsttest gemacht und festgestellt, dass Ihr Haartyp beispielsweise 1cMii ist – also glattes Haar mit etwas Bewegung, nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn. Mit diesem Wissen können Sie nun endlich zielsicher die richtigen Pflegeprodukte für Ihren Schopf auswählen. Und auch das gesamte Styling kann sich durch diese Informationen vereinfachen. Denn bestimmte Haarschnitte etwa wirken mit feinen Haaren ganz anders, als mit Wellen. Und da viele Menschen sich gar nicht darüber bewusst sind, dass Sie welliges Haar haben, vermeiden Sie mit einer Haartypbestimmung vor dem Friseurbesuch spätere Enttäuschungen.

 

Leiden Sie an Haarausfall und denken über eine Haartransplantation nach? Gerne informieren wir Sie völlig unverbindlich und kostenfrei über die diversen Möglichkeiten unserer professionellen Dienstleistungen. Sprechen Sie uns an, wir sind jederzeit telefonisch, per E-Mail oder ganz bequem per WhatsApp erreichbar: +49 (0) 152 - 530 39 860.

 

 

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