Krustenbildung nach der Haartransplantation

18 Jul 2019

Bei einer Haartransplantation werden für das Einsetzen der Haarfollikel winzige Schnitte in die Kopfhaut gesetzt. Wie bei jeder anderen Wunde durch eine Schnittverletzung gerinnt nach kurzer Zeit das austretende Blut und bildet für eine gesunde Heilung eine schützende Kruste. Damit dieser Heilungsprozess reibungslos verlaufen kann, sollten sich Patienten, die sich einer Haartransplantation unterzogen haben, bestimmte Regeln und Vorgaben einhalten.
 
 
Unmittelbar nach der Haartransplantation

Direkt nach der OP macht sich das Immunsystem daran, die kleinen Wunden auf der Kopfhaut zu verschließen. Die Gerinnung des Bluts und damit die Krustenbildung besitzt dabei nicht nur den Zweck, die Blutung zu stoppen. Die entstehende Kruste ist gleichzeitig ein Schutz vor Schmutz und sonstigen, äußeren Einflüssen. Unter der Kruste setzt sich der Heilprozess fort, weshalb die Kruste für eine bestimmte Zeit auf der Kopfhaut verbleiben muss.
In der Regel ist die Krustenbildung schon wenige Stunden nach der OP abgeschlossen.

 
Disziplin ist nun wichtig

Wir kennen es alle: Der Versuchung zu widerstehen, den Schorf einer Wunde zu betasten und auch mit den Fingern ein bisschen nachzuhelfen, gestaltet sich oftmals als große Herausforderung. Dieser Versuchung muss nach einer Haartransplantation in jedem Fall widerstanden werden, auch wenn ein leichter Juckreiz verspürt wird. Gerade in den ersten Tagen nach der Eigenhaarverpflanzung sind die Grafts noch nicht mit der Kopfhaut verbunden und würden sich gemeinsam mit der Kruste lösen. Nach 4 bis 6 Wochen fallen die Grafts zwar von selbst aus, dann jedoch hat sich jedoch die für das Haarwachstum wichtige Haarpapille in der Kopfhaut fest verankert.

 
Die ersten fünf Tage

Die wohl heikelste Zeit nach einer Haartransplantation sind die ersten fünf Tage. In diesem Zeitraum sollte der transplantierte Bereich nur sehr sanft und sehr vorsichtig berührt werden. Trotz allem kann bereits jetzt schon vorgearbeitet werden, um die Krustenlösung zu beschleunigen. Normalerweise sollten alle Krusten nach spätestens 10 bis 14 Tagen abgefallen sein. Eine länger anhaltende Krustenbildung sollte mit einem Arzt besprochen werden.

 
Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, darf 48 Stunden nach der OP eine Haarwäsche nach folgendem Schema vorgenommen werden:

Eine sehr milde Lotion auf den transplantierten Bereich vorsichtig auftupfen, auf keinen Fall einreiben oder einmassieren. Die Lotion muss nun etwa 40 Minuten einwirken. Im Anschluss wird sie mit lauwarmem Wasser ohne Zuhilfenahme der Hände abgespült. Nun kann auch noch ein Shampoo verwendet werden, jedoch sollte es ein bereits vorgeschäumtes Haarwaschmittel sein, um das Einreiben und aufschäumen per Hand zu vermeiden. Wiederum auftupfen, etwa drei Minuten einwirken lassen und ebenfalls mit lauwarmem Wasser abspülen. Das Abtrocknen erfolgt natürlich gleichermaßen sehr vorsichtig mittels abtupfen, wozu ein möglichst glattes und fusselfreies Tuch verwendet werden sollte. Frottee-Handtücher sind dabei aufgrund ihrer groben Struktur eher ungeeignet.

 
Täglich Wiederholung

Der beschriebene Waschvorgang der Kopfhaut inklusive des Einwirkens der Lotion kann nun für den Zeitraum von 10 Tagen einmal täglich wiederholt werden. Dies schafft auch Abhilfe gegen eventuell auftretenden Juckreiz. In dieser Zeit sind zudem körperliche Anstrengungen zu vermeiden, denn Schweißbildung wirkt sich kontraproduktiv auf die Abheilung der Wunden aus.

Spätestens am 15. Tag nach der Haartransplantation sollten alle Krusten von der Kopfhaut abgefallen sein. Nach etwa 12 bis 14 Tagen kann bei hartnäckigen Krusten durch sanftes Reiben - kein Kratzen! - nachgeholfen werden.

Der Spenderbereich der Kopfhaut benötigt natürlich ebenfalls Pflege, jedoch genügt hier das Shampoo und es darf ein wenig gerieben werden.

In der Regel erhalten Sie vom operierenden Arzt bestimmte Verhaltensvorgaben für die Zeit nach der OP und oftmals auch entsprechende Hilfsmittel wie eine Nackenstütze für die Schlafenszeit sowie eine spezielle Kopfbedeckung, um die transplantierten Haare vor der Sonne zu schützen. 

 

Wenn auch Sie unter Haarausfall leiden, dann kann eine Haartransplantation mit Hairtravel dauerhaft Abhilfe schaffen. Unser Experten-Team analysiert Ihre individuelle Haarsituation und steht mit Rat und Tat zur Seite. 

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