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Der Heilungsprozess nach einer Haartransplantation - Teil 2

February 13, 2019

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Anatomie der Haare - Teil 1

14 Jan 2019

 

 

Haare sind Gebilde aus Keratin, die bei Menschen und Säugetieren den ganzen Körper mehr oder weniger dicht bedecken. Sie schützen vor Witterungseinflüssen und sensibilisieren den Tastsinn. Sie haben beim Menschen auch die Funktion einer Gruppenzugehörigkeit und sind Ausdruck von Lebenseinstellungen und Werten.

Doch woraus bestehen Haare eigentlich? Wie entwickeln sie sich und welche gesundheitlichen Probleme können die Haare betreffen?

 

 

Was sind die Haare?

Haare sind lange Hornfäden bestehend aus Keratin. Als sogenannte Hautanhangsgebilde bilden sie sich ab dem dritten Embryonalmonat in der Oberhaut.

Man unterscheidet zwischen drei Haartypen beim Menschen:

  • Lanugohaare (Flaumhaare): feine, kurze, dünne und unpigmentierte Haare, die während der Embryonalzeit vorkommen und spätestens bis zum 4. Lebensmonat abgestoßen werden.

  • Vellushaare (Wollhaare): diese kurzen, feinen, leicht pigmentierten Haare ersetzen zunächst die Lanugohaare. Sie bilden bei Kindern, teils aber auch bei Frauen die Körperbehaarung.

  • Terminalhaare (Dauerhaare): meist lange, dicke und mehr oder weniger pigmentierte Haare, die seit der Geburt die Kopfhaare, Wimpern und Augenbrauen bilden. In der Pubertät werden aus den Vellushaaren in Achseln und im Genitalbereich solche Terminalhaare. Das Gleiche gilt für den Großteil der männlichen Körperhaare.

Haare entstehen aus zapfenförmigen Anlagen in der Tiefe der Oberhaut, die in das embryonale Bindegewebe einwachsen. Daraus entwickelt sich die Haarpapille, ein durchbluteter Bindegewebszapfen. Um diese herum sitzt die Haarzwiebel, das verdickte Ende der Haarwurzel, die schräg in die Unterhaut reicht.
 
Wie ist das Haar aufgebaut?

Äußerlich sichtbar ist nur der aus der Haut ragende Haarschaft. Das Haar wird nach außen von einem einfachen, verhornten Plattenepithel umgeben (Kutikula), das nach oben gerichtete, gezackte Kanten hat. Diese Kanten greifen dachziegelartig übereinander. Wenn sie dicht ineinander greifen, wirkt das Haar glatt und glänzend. Wenn sie aber auseinander stehen, wirkt es spröde und glanzlos.

Da die Haare schräg in der Haut stehen, ist eine Richtung, ein „Strich“, zu erkennen. Sichtbar wird dies besonders bei Wirbeln, die die Haare bilden.

Zwischen dem Haarbalg und der Hautoberfläche verläuft ein Haarbalgmuskel, der sich bei Erregung zusammenziehen kann, wodurch sich die Haare aufstellen und die Hautoberfläche wie eine „Gänsehaut“ aussehen lassen.

Ob Haare glatt oder lockig sind, liegt am Querschnitt des Haarschafts. Ist der Querschnitt rund, sind sie meist sehr glatt. Bei einem runden bis ovalen Querschnitt sind sie glatt oder können Locken bilden. Bei einem stark elliptischen Querschnitt bilden sie meist sehr starke, kleine Locken.

Die Entwicklung eines Haares erfolgt zyklisch, und jeder Haarfollikel oder Haarbalg hat einen eigenen Zyklus, der unabhängig von anderen Haarfollikeln ist. Der Zyklus lässt sich in drei Abschnitten einteilen: Anagen-, Katagen- und Telogenphase.

 

Im nächsten Blogbeitrag gehen wir näher auf die drei Varianten des Haarzyklus ein und erklären, was genau es damit auf sich hat.